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Die Fotografie der Neuen Sachlichkeit - eine neue Sicht

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Mit der Phase wirtschaftlicher Stabilität war in den Jahren zwischen 1924 bis 1929 die Voraussetzung dafür geschaffen, sich künstlerisch der industrialisierten Gegenwart und Realität zuzuwenden.

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Weberei Becker, 1950

Die Bildsprache der Neuen Sachlichkeit ist Ausdruck dieser Auseinandersetzung mit den veränderten Lebensbedingungen. Die genaue Wiedergabe der Gegenstände mit Hilfe der fotografischen Technik und eine eigenständige fotografische Bildsprache waren die Ziele, denen die Fotografie der neuen Sachlichkeit sich verschrieben hatte. Der Fotograf Albert Renger-Patzsch, einer ihrer Protagonisten, formulierte 1927 diese strenge Sachlichkeit der Naturbeobachtung in seinen "Zielen" folgendermaßen:

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Garnspulen in der Weberei, 1950

"Die absolut richtige Formwiedergabe, die Feinheit der Tonabstufung vom höchsten Spitzlicht bis zum tiefsten Kernschatten gibt der technisch gekonnten fotografischen Aufnahme den Zauber des Erlebnisses. Überlassen wir daher die Kunst den Künstlern und versuchen wir mit den Mitteln der Fotografie Fotografien zu schaffen, die durch ihre fotografischen Qualitäten bestehen können, - ohne daß wir von der Kunst borgen."

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Arbeiterin an der Maschine,
um 1959

Mit der an Kunst orientierten Fotografie kritisierte er eben jenen fotografischen Stil der sogenannten Kunstfotografie, die sich um die Wende zum 20. Jahrhundert hin die Malerei zum Vorbild nahm, um die Fotografie zu nobilitieren und in den Rang einer Kunst zu versetzen.










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