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Die Heimatfotografie - das Leben auf dem Lande im Blick der Amateure

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In der Zeit um 1926, als Böckenhoff seine erste Kamera kaufte, zogen viele Fotoamateure aufs Land.

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Pfingstspiel der Mädchen, 1939

Ganz anders war es noch vor dem Ersten Weltkrieg, als fast ausschließlich in groß- und kleinstädtischen Ateliers porträtiert wurde, in denen ausgebildete Lichtbildner ihrem Gewerbe nachgingen und mit großformatigen Plattenkameras vor allem dekorative Studioporträts anfertigten. Erst nach 1918 kamen neue, leichte und vergleichsweise einfach zu handhabende Kameras, lichtstarke Objektive und empfindlichere Filme und Fotopapiere auf den Markt, die es auch ambitionierten Amateuren ermöglichten, mit unbefangenem Blick ihre Umwelt aufzunehmen. In der Folge erlebte die Amateurfotografie einen wahren Boom.

Böckenhoff ist der Bewegung der Heimatfotografie zuzurechnen, die sich als Amateurbewegung nach dem Ersten Weltkrieg etablierte.

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Schäfer und Herde, o.J.

Das damals feststellbare Interesse an ländlicher Kultur führte nicht allein zu einer professionellen Bildproduktion, die in Büchern und Zeitschriften verbreitet wurde, sondern regte zahllose Amateurlichtbildner an, diese Themen aufzugreifen. Viele Heimatfotografen pflegten einen moderaten, neusachlichen Stil, wie er ihnen in populären Bildbänden vor Augen stand. Die Nationalsozialisten waren keineswegs die Erfinder der Heimatfotografie, sie sahen in ihr jedoch ein wichtiges Propagandamittel.

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Postbote, um 1939

Böckenhoff wollte seine ländliche Umwelt dokumentieren, etwa wenn die Kinder am Pfingstfest mit Fähnchen und Blumenschmuck durch das Dorf und die Bauernschaften zogen oder wenn er traditionelle Tätigkeiten fotografierte. Dabei fand er zu einer eigenständigen Bildsprache, die frei von Sentimentalität und nationalsozialistischen Leitbildern war.






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