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Die Anfänge: Dorf- und Wanderfotografen

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Zunächst wurde der Bedarf an Porträtaufnahmen im ländlichen Raum durch Wanderfotografen gedeckt, die ihre Dienste über Land ziehend anboten.

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Familie vor ihrem Haus, um 1930

In den 1860er und 70er Jahren entstanden in den kleineren Städten gewerbliche Ateliers, die auch die Bewohner des Umlandes fotografierten. Hinzu kam seit der Jahrhundertwende eine steigende Zahl von Dorffotografen, die meisten davon Autodidakten, die auf dem Lande eine halb kommerzielle Rolle übernahmen und neben ihrem Haupterwerb für die Menschen ihrer näheren Umgebung kleinere Porträtarbeiten erledigten.

Arbeiten mit einfachsten Mitteln

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Porträt eines Mannes, um 1939

Die auf dem Lande tätigen Fotografen verfügten sehr wohl über die notwendige Technik, waren aber hinsichtlich ihrer Requisiten eher spartanisch ausgestattet. Dem städtischen Fotografen boten sich im Atelier dagegen ganz andere Möglichkeiten der repräsentativen Inszenierung von Porträts mit aufwändig gemalten Hintergründen. Porträtaufnahmen dieser Art wurden fast ausschließlich im Atelier gemacht. Die auf dem Land umherziehenden Fotografen verwendeten häufig eine einfache Leinwand, wenn sie im Freien fotografieren mussten.

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Die Lehrerin, um 1939

Nach der Jahrhundertwende sind dagegen zunehmend Aufnahmesituationen zu beobachten, die mit den einfachen, vorhanden Rahmenbedingungen auskommen. Porträts wurden etwa vor einem Scheunentor oder einem dunklen Waldstück gemacht, vor denen die Figuren sich klar abheben konnten.






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