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Die Zeit des Nationalsozialismus auf dem Lande

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Nach der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten zu Beginn des Jahres 1933 blieb in Raesfeld anfangs alles beim Alten. Die alle Bereiche des Lebens erfassenden Veränderungen vollzogen sich schleichend und beinahe unmerklich.

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SA-Männer, 1941

Überraschend schnell hatte sich eine SA-Gruppe formiert und wenige Wochen später auch eine Ortsgruppe der NSDAP. Weitere Parteiformationen wie die Hitlerjugend und die NS-Frauenschaft folgten. Der Nationalsozialismus, der in den alten katholischen Territorien Westfalens anfangs auf wenig Resonanz gestoßen war, fand jetzt, nach der Machtübernahme im Reich und in Preußen, allenthalben Eingang ins dörfliche Leben.

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Heldengedenktag, 1942

Der Raesfelder Pfarrer Austermann selbst hatte nach dem Konkordatsabschluss 1933 zwischen dem Vatikan in Rom und dem Deutschen Reich Adolf Hitlers zum Eintritt in die Partei aufgefordert, in der irrigen Erwartung, dort durch einen bewusst christlichen Flügel die weitere Entwicklung positiv beeinflussen zu können. So wurde das nationalsozialistische System aufgrund seiner sozial- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen durchaus von der Mehrheit der Raesfelder Bevölkerung begrüßt und willig mitgetragen.

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Informationskasten der Partei-
Ortsgruppe, 1940/41

Den sogenannten "Kleinen Mann" interessierten weniger die "Volksgemeinschaft" und die Ideologie von "Blut und Boden" als vielmehr Kindergeld, Kleinsiedlerstellen und Ehestandsdarlehen. Vorsichtiger Widerstand regte sich erst, als der weltanschauliche Druck auf die katholische Kirche zunahm und der Kampf gegen die konfessionelle Schule begann.




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