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Ein Dorf im Westmünsterland ...

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Ortssuche: Raesfeld, ein Bauerndorf im Westmünsterland. Zwischen der Kreisstadt Borken im Norden, Wesel im Westen und Dorsten im Süden gelegen, ist es zur niederländischen Grenze annähernd gleich weit entfernt wie zum Niederrhein und den Industriestädten des nördlichen Ruhrgebietes.

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Ebberts Mühle, 1938

Eine verblasste Postkarte vom Beginn der 1930er Jahre lässt einen kleinen, aber weitläufig bebauten Ortskern erkennen, der sich um die dem heiligen St. Martin geweihte Kirche verdichtet. Am Dorfrand schließen drei Windmühlen das Panorama ab. Einen weiteren, markanten Akzent setzt das kulturhistorisch bedeutsame Renaissanceschloss mit seinen hoch aufragenden Türmen, das sich der kaiserliche Heerführer Alexander II. von Velen während des Dreißigjährigen Krieges, der ihn reich machte, an der Peripherie hatte erbauen lassen.

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Weberei Becker, um 1952

Ein Sägewerk mit angeschlossener Holzschuhfabrikation und eine gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Leinwandweberei mit ihren Sheddächern lassen erkennen, dass auch damals in Raesfeld das industrielle Zeitalter schon Einzug gehalten hat. Sonst trägt das Dorf, das zu diesem Zeitpunkt nicht weniger als zwölf Gaststätten aufweist, in jeder Hinsicht unverkennbar ländliche Züge.

... und seine Menschen

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Schlosskapelle, o.J.

Die Menschen, die hier seit vielen Generationen leben, sind Dörfler, Paolbürger, wie man in Westfalen sagt: Bauern, Handwerker, kleine Gewerbetreibende, Arbeiter, die in den beiden örtlichen Industriebetrieben Lohn und Brot finden. So mischen sich bereits in den 1920er Jahren sehr unterschiedliche soziale Milieus in Raesfeld.

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