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Wie alles begann - Böckenhoffs Erinnerungen

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Gegen Ende seines Lebens erinnerte der Fotograf sich an seine fotografischen Anfänge.

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Familie Böckenhoff, um 1930

"Die erste Aufnahme machte ich von meinem Elternhaus mit Stativ und schwarzem Einstelltuch - es mußte ja auf der Mattscheibe scharf eingestellt werden, und das konnte man nur, wenn man die Mattscheibe durch das schwarze Tuch verdunkelte. Ich weiß es noch genau, daß ich vor lauter Vorsicht den Plattenschieber zu früh aus der Kassette zog, was zur Folge hatte, daß ein Teil der Platte dadurch Licht bekam und auf dem Bild später dunkel wurde. Entwickeln ließ ich die Platte bei der Drogerie Spangemacher, dort, wo ich die Kamera gekauft hatte. Nach Einarbeitung im engen Familienkreis wagte ich mich allmählich an alles, was mich interessierte. Besonders Schützenfestaufnahmen, Kinderaufnahmen, Sportaufnahmen."

Er entwickelte seine Abzüge in der dunklen Speckkammer ...

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Rektoratsschüler, um 1930

Später begann der junge Böckenhoff auch selbst zu entwickeln. "Einmal, ich weiß es nicht mehr genau, machte ich mich daran, die Platten selbst zu entwickeln und die Abzüge so groß wie die Negative zu machen. Man machte damals nur Abzüge, keine Vergrößerungen. Die Bilder wurden dann so groß wie das Negativmaterial. Das war eine ganz spannende Sache. Ich hatte keine Dunkelkammer, aber eine dunkle Speckkammer. Dort wurden die Platten bei Petroleumlampen mit roten Zylindern entwickelt. Abzüge konnte man zur Not in der abgedunkelten Zimmerecke machen. Mit einem Kopierrahmen belichtete man das Fotopapier unter der Zimmerlampe und entwickelt wurde das Papier unter einem verdunkelten Gestell."

...dann professionalierte er seine Ausrüstung

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Böckenhoff mit der Leica, 1955

Als der junge Amateur in den vorangegangenen Jahren genügend theoretisches und praktisches Wissen erworben hatte, ging er daran seine Ausrüstung zu professionalisieren: "Nachdem ich verschiedene Kameratypen - große und kleine - ausprobiert hatte, konnte ich 1937 eine gebrauchte Rolleiflex (6 x 6) erstehen. Seit der Zeit ist mir das Fotografieren so richtig ins Blut gegangen. Als ich mir dann etwas später, auf Veranlassung von Hermann Büsken eine Leica zulegte, war ich allen meinen Wünschen und Forderungen gewachsen: Die eine: Rolleiflex, für schwarz/weiß und ruhige Motive, die Leica für Schnappschüsse und Farbdias. Es begann allmählich das farbige Fotografieren, und die ersten Farbfilme kamen auf. Nun gab es für mich fast nichts mehr, was ich nicht fotografierte."


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