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Eine Raesfelder Familienchronik

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Nur zu ganz besonderen Anlässen wandte man sich für Familienporträts an einen Fotografen.

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Familie mit Kommunionkind, 1952

Fotografie ist ein Mittel der Familiendokumentation und lässt die Absicht erkennen, den eigenen Werdegang zu dokumentieren, bestimmte Lebensbereiche und -abschnitte festzuschreiben.

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Raesfelder Familie, um 1939

Dabei kommt dem Mittel der Figurenregie eine ganz besondere Bedeutung zu. Familien können um eine zentrale Figur gruppiert werden, was die herausgehobene Stellung eines Famlienmitgliedes demonstriert. Eine strenge Reihung kann den Zusammenhalt und die feste Position jedes Einzelnen innerhalb der Familie unterstreichen. Die Mitglieder einer Familie können aber auch locker oder gar zusammenhanglos nebeneinander stehen. Für diese Möglichkeiten gibt es in der Sammlung Böckenhoff zahlreiche Beispiele.

Der Ausnahmezustand: die Familie im Krieg

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Abschied vom Heimatur-
laub, 1942

Sonderfälle der Familienaufnahmen stellen die Bilder dar, die Böckenhoff während des Krieges in den Jahren von 1939 bis 1942 realisierte. Fotografien waren ein Medium, um die Verbindung zwischen Heimat und Front aufrecht zu halten. Aufnahmen, die während des Heimaturlaubs entstanden, wurden mit an die Front genommen, um der Familie in der fernen Heimat nahe zu sein. Das Ausblenden jeglicher Todesgefahr und Trauer in diesen Bildern mag auf den Wunsch zurückzuführen sein, die Familie "in guter Erinnerung" zu halten, doch war gerade diese positive Erinnerungskultur auch Teil der NS-Propaganda.

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Im Heimaturlaub, um 1940

In Zeitschriften und Fotobüchern standen den Amateurfotografen tausendfach Beispiele für einen "geglückten" Heimaturlaub vor Augen.




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